Landesfischereiverband Brandenburg - Berlin

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Informationen und Nachrichten des Verbandes


Presseservice - statistische Eckdaten zu Angel-/Erwerbsfischerei und Fischzucht im Land Brandenburg für das Jahr 2015 haben wir unter diesem Link zusammen gestellt

 

 

"Artenvielfalt statt NABU-Einfalt!"

geschrieben von Lars Dettmann (l.dettmann)
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Bereits bei der Eröffnung des „Artenschutzsymposiums“ äußerten NABU-Vertreter ihr Unverständnis. Aus ihrer Sicht sei es unangemessen, wenn im Verlauf  des Symposiums auch Fischereivertreter zu Wort kämen und dennoch  vor dem Gebäude gegen den NABU demonstriert werde. Anschließend gab es aus Sicht der Fischerei viel Neues zu erleben. Neben den hinlänglich bekannten Phrasen, nach denen der Kormoran selbstverständlich nichts mit den Bestandseinbrüchen bei zahlreichen bedrohten Fischarten zu tun habe, gab es auch wirkliche Neuigkeiten. Unter anderem die Aussage eines Heinz Kowalski, dass Nistbäume in Kormorankolonien nur so aussehen würden, als wären sie abgestorben. Sollten Waschbären die Kormorane zur Aufgabe der Kolonie bewegen, würden die Bäume im Folgejahr wieder austreiben.-  Waschbären als Retter geschützter Biotope? Leider war das nicht das einzige Beispiel öffentlich ausgelebter Realitätsverweigerung, welches  man als Gast des Symposiums über sich ergehen lassen musste.  Ludwig Sothmann, Vorsitzender des Bayerischen Landesbundes für Vogelschutz, setzte  gar die Artenvielfalt in Bayerischen Karpfenteichen mit der in Maisäckern gleich, weil an den Teichen die ausgedehnten Schilfgürtel fehlen würden.
Bedauerlich war, dass Dr. Baumann, der Vorsitzende des NABU-Baden-Württemberg, bereits kurz nach der Eröffnung des Symposiums hektisch das Weite suchte, obwohl er im Programm für den Nachmittag als Co-Referent zum Thema „Kormoranmanagement in Süddeutschland“ angekündigt war. Das hatte sicherlich nichts mit der angekündigten Demo zu tun, sondern rein terminliche Gründe …
Um den Verkehr in der Ulmer Innenstadt nicht lahm zu legen, wurden die zahlreichen Busse mit Demo-Teilnehmern durch die Polizei vom Sammelplatz in Gruppen in die Innenstadt von Ulm eskortiert. Während sich der Platz vor dem Ulmer Münster füllte, wuchs die Nervosität bei NABU-Vertretern in der Stadthalle sichtlich. Noch bevor auch die beiden Gruppen aus Brandenburg mit ihren Bussen am Münsterplatz ankamen, wurde das Betreten des Balkons der Stadthalle von der Polizei untersagt. Sie wollte angesichts der immer lauter werdenden „NABU-Buuuuuhhhh“-Rufe jede unnötige Provokation der Massen vermeiden. Aber auch beim erst teilweise gefüllten Platz bot sich vom Balkon der Stadthalle zuvor eine optisch, wie akustisch eindrucksvolle Kulisse.
Während draußen Vertreter der Fischerei zu den Demonstranten sprachen, lief in der Stadthalle die angekündigte Podiumsdiskussion. Meine Hoffnungen auf einen fruchtbaren Dialog wurden leider weitgehend enttäuscht. Einziger Hoffnungsschimmer war die Zusage von Helmut Opitz, Vizepräsident des NABU-Bundesverbandes, gemeinsam nach einer Lösung für die akuten Probleme der Teichwirtschaft in Brandenburg suchen zu wollen. Darüber, ob das nur ein Lippenbekenntnis oder ein tatsächlich ernst gemeintes Angebot war, wird zu gegebener Zeit hier berichtet.

SWR-Beitrag 

Bilderserie der Südwestpresse

Augsburger Allgemeine

Letzte Änderung: 22.03.2010 am 17:58:48


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